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Das kleine 500-Seelen-Dorf Schauen hat drei größere Gemeindeaufgaben:

Die Geschichte des Schauener Kindergartens geht bis ins dritte Reich zurück, wo der erste auch
gegründet wurde. Er befand sich auf dem Gelände des Gutshofes hinter der ehemaligen "Kaserne",
später in der unteren Schulklasse. Dieser Erntekindergarten war von Juni bis November geöffnet.
Im Jahre 1944 baute man eine Baracke mit zwei Räumen, Küche und Waschraum. Wasser gab es von
der Pumpe aus dem Hof, die Toiletten
befanden sich draußen 20 Meter vom Gebäude entfernt.
1947 wurde der Kindergarten eine Ganztagseinrichtung. Sie war täglich von 7 bis 11.30 Uhr und 13
bis 17 Uhr, im Sommer bis 18 Uhr geöffnet. Mittags gingen die Kinder
nach Hause oder brachten
ein Essenstöpfchen mit zum Aufwärmen. Mitte der 60er Jahre gab es die Möglichkeit zum gemeinsamen
Mittagessen in der LPG-Kantine im Schloss.
In der Baracke wurden nachmittags auch
Schulkinder betreut.
Um 1970 bezog der Kindergarten die unteren Räume des Schlosses.
Damit durften nur noch Kinder vom vollendeten dritten Lebensjahr,
bis zum Schuleintritt den
Kindergarten besuchen. 1975 wurde der Spielplatz mit einer Umzäunung eingerichtet. Danach folgte
eine Warmwassertherme im Waschraum. Das Essen wurde aus dem Gleitlagerwerk Osterwieck geliefert,
den Transport übernahm die LPG Schauen.
1980 stieg die Kinderzahl in der in Einrichtung auf
etwa 25. Sie wurden von drei Erzieherinnen betreut.
Es gab zwei Gruppen in der Einrichtung.
1988/89 musste eine Schwammsanierung vorgenommen werden. Der Kindergarten zog solange in ein
Gebäude der LPG um. Zugleich wurden die Räumlichkeiten im Schloss vergrößert.
1993 erfolgten
der Einbau einer Gasheizung und die völlige Neugestaltung des Sanitärbereiches. Nun wurden auch
Krippenkinder ab einem Alter von einem Jahr aufgenommen.
1996/97 war es erneut notwendig geworden
eine Schwammsanierung vorzunehmen. Die Kinder mussten von ihren Eltern solange nach Berßel
gefahren werden. Nach dieser Sanierung zog der Kindergarten ein letztes Mal für
5 Jahre ins Schloss. Danach wurde die ehemalige Kaufhalle
zum jetzigen Dorfgemeinschaftshaus umgebaut. In ihm haben die Kinder noch mehr platz, als
vorher im Schloss. Leiterin des Kindergartens ist Ute Michel.
Außerdem befinden Sich im
Dorfgemeinschaftshaus ein Besprechungsraum, den man auch für Familienfeiern mieten kann
und das Büro der Bürgermeisterin Petra Steinert. Sie ist jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr hier
anzutreffen.

Am Ellinger Weg Nr. 1 steht der Jugendclub. Dieses von weitem schon sichtbare, türkisfarbene Gebäude
ist schon häufig Ort für eine Party gewesen. In ihm befinden sich ein Partyraum, 2 Aufenthaltsräume,
sowie Küche, Büro und Bad. Den Jugendlichen stehen Fernseher, Kickertisch, eine Anlage zur Verfügung.
Der Club wurde vor ca. 12 Jahren eingeweiht und ist
seitdem beliebter Treffpunkt der Dorfjugend.
Vor 6 Jahren organisierte der Club ein Fußballturnier gegen die anderen Club´s der Umgebung. Bei diesem
Turnier nahmen 8 Jugendclubs teil und Schauen machte
den 4.Platz.

Die erste Löschtechnik bestand aus Löscheimern und Feuerpatschen. Es gab
Handdruckspritzen, die - wie es der name sagt per Hand mit Wasser abgefüllt werden mussten.
Sie waren tragbar, bzw. per Pferd fahrbar.
1936 erhielt die Schauener Wehr ihre erste
Motorbetriebene Tragkraftspritze in einem Anhänger, der per Hand, bzw. Kraftfahrzeug gezogen
werden konnte. 1960 folgte eine neue Tragkraftspritze mit Anhänger.
Nach der Wende
übernahm die Schauener Feuerwehr gebrauchte Technik aus der Auflösung einer Betriebsfeuerwehr.
Da waren ein Löschfahrzeug "Elo-LF 8" mit Vorbaupumpe und Tragkraftspritze, ein STA
(Schlauchanhänger mit 700 Metern B-Schläuchen), ein TSA (Tragkraftspritzenanhänger) und ein BLA
(Beleuchtungsanhänger mit Notstromaggregat und Scheinwerfer).
1996 wurde das Löschfahrzeug
mit einer neuen Tragkraftspritze bestückt.
Alarmiert wurde die Schauener Wehr in ihrer über
110 jährigen Geschichte anfangs noch durch Sturmglocken,danach durch das Feuerhorn, die
Handsirene (1945) und ab 1957 durch die erste motorbetriebene Sirene. Sie war durch einen
Feuermelder auszulösen. Nach der Wende wurde auf dem Schloss eine zweite Sirene für das Dorf
installiert. Beide Sirenen können heute auch per Funk durch die Leitstelle im ca. 30km
entfernten Halberstadt ausgelöst werden.
Seit 1996 hat die Wehr Funkmeldeempfänger, so
dass die Kameraden direkt per Funk alarmiert werden können.
In jenem Jahr wurde auch das
Löschfahrzeug mit Sprechfunk und die Wehr mit drei Handsprechfunkgeräten ausgestattet.
Löschwasser bekam die Wehr bis 1993 nur aus offenen Wasserentnahmestellen. Durch den Bau
eines Trinkwassernetzes erhielt der Ort zugleich 28 Hydranten,
aus denen nur Löschwasser
fließen kann.
Aus der Geschichte sind drei größere Brände von Häusern, Scheunen und
Ställen bekannt. Dreimal loderte das Feuer im Schauener Holz.
Bis 1972 hatte die
Freiwillige Feuerwehr Schauen ausschließlich männliche Mitglieder. In jenem Jahr wurde
eine Frauengruppe von neun Kameradinnen gebildet. Heute hat die Wehr
29 männliche und 13 weibliche Mitglieder. Außer diesen 42 Feuerwehrleuten bilden 8 Kameraden
die Alters- und Ehrenabteilung. Viele Wehrmitglieder (10) sind jünger als 30 Jahre. Bis
zur Wende hatte die Schauener Feuerwehr ein Gerätehaus mit Schlauchturm in der
Spritzenhausstraße. Nach Übernahme der neuen Technik war jedoch ein größeres Gebäude notwendig.
Deshalb wurde die ehemalige LPG-Schmiede zum Gerätehaus ausgebaut. Im Februar 1993 erfolgte der
Umzug der Technik.
1997 begann der Abriss eines alten Lagerschuppens an der ehemaligen
Schmiede, und es wurde mit 850 stunden Eigenleistung der Kameraden ein Bau mit Schulungsraum,
Sanitäreinrichtungen und technischen Nebenräumen errichtet. Dieser wurde Anfang 1998
fertiggestellt.
4 absolvierten auch schon den Grundlehrgang und wurden in die aktive Wehr übernommen.
Die Jugendfeuerwehr begann am 01.06.1999 um 15.00 Uhr, das erste mal offiziell.
Schon lange machte Steffen Richardt (da noch stellv. Wehrleiter), den Vorschlag
das Schauen doch eine eigene Jugendfeuerwehr gründen könnte. Vier Jahre später wurde
diesem Vorschlag endlich zugesagt. Jens Marchlewsky bot sich gleich als Jugendfeuerwehrwart
an, nachdem er die entsprechenden Lehrgänge besucht hatte, konnte es los gehen...
2004
sind es 20 Jugendliche mit einer Kindergruppe von 14 Kindern. Teilgenommen hat diese Jugendwehr
an:
An allen Wettkämpfen nahm die
Jugendfeuerwehr mit 2 Gruppen teil.
2001 war Schauen die stärkste Jugendwehr mit 27 Kindern
und Jugendlichen.
Außerdem nahmen 2001, fünf Jugendliche ( Jens Fischer, Michael Hauch, Manuel
Schröter, Benjamin Ryborz und Karsten Ryborz) zusammen mit 3 weiteren aus Osterwieck an der
Leistungsspange in Staßfurt erfolgreich teil.
Im September 2003 nahm wieder eine Gruppe aus Schauen-Osterwieck an der Leistungsspange teil.
Diese fand in Helbra statt und die 4 Jugendlichen aus Schauen
(Nadine Fischer, Katharina Hauch,Denny Lüttgau und Sebastian Schreinert) meisterten diese Hürde ebenso mit Bravour.
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